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02.04.2014

Kanti Baden hofft weiter auf die Rückkehr in die NLB

Aargauer Zeitung

Beat Hager

Nach der knappen 2:3-Niederlage im Hinspiel des Playoff-Finals gegen Buochs verloren die Männer von Kanti Baden auch das Rückspiel mit dem gleichen Resultat. Damit verpassten die Aargauer den direkten Aufstieg in die NLB.

Über 200 Zuschauer drängten sich beim Rückspiel in die Halle der Kantonsschule Baden. Dabei galt es für die Gastgeber, die 2:3-Hypothek aus dem Hinspiel wettzumachen und mit einem Sieg den Aufstieg in die Nationalliga B zu realisieren. Nach dem Abstieg aus der NLB vor acht Jahren wollen die Limmattaler wieder zurück in die zweithöchste Schweizer Spielklasse. Dabei setzten die Badener auf ihre Heimstärke, welche in den Halbfinals bereits Klettgau zu spüren bekam.

In den ersten beiden Sätzen stand das Glück aber aufseiten der Gäste, welche dank einem 25:21 und 29:27 mit zwei Sätzen in Front lagen. Angetrieben durch ihren NLA-erfahrenen Spielertrainer Marcel Sharma präsentierte sich Buochs formstark. Die Nidwaldner wurden von rund 40 Fans begleitet und mit Fahnen und Kuhglocken lautstark unterstützt.

Spannung bis im fünften Satz

Trotz der verletzungsbedingten Absenz von Routinier René Konrad bewiesen die Badener viel Moral und vermochten auf den 0:2-Satzrückstand zu reagieren. Mit ihrem begeisterndem Angriffsspiel lagen die Einheimischen im dritten Durchgang schon früh 6:0 und zwischenzeitlich mit 13:3 in Front und blieben dank dem 25:21-Satzgewinn im Rennen. Den Schwung vermochte Kanti auch im vierten Satz aufrecht zu erhalten und dank einem 25:16 musste der fünfte und alles entscheidende letzte Satz über den Ausgang dieser spektakulären Partie entscheiden.

Spannend und offen präsentierte sich auch der Spielverlauf im Tie-Break. Mit einer knappen 8:7-Führung für Baden wurden die Seiten gewechselt. In der Folge spielten die routinierten Buochser ihre Qualität und Klasse aus und sicherten sich mit 15:10 den umjubelten Aufstieg in die Nationalliga B, von wo das Team vor zwei Jahren abgestiegen war.

«Heute fehlte wirklich nur ganz wenig. Wir begingen zu viele Servicefehler», zeigte sich Kanti-Coach Markus Graber enttäuscht, «ich habe meine Mannschaft sehr gut auf diesen Gegner eingestellt, doch sie hat leider nicht alles umgesetzt.» Nun folgt ab dem kommenden Wochenende die Auf-/Abstiegsrunde, wo Kanti Baden in Hin- und Rückspielen auf Chênois, ST Bern und die Appenzeller Bären trifft. Die beiden besten Mannschaften spielen in der kommenden Saison in der Nationalliga B.

Ein Angebot für Graber aus Italien

Ob die Aargauer ihre Heimspiele in der Halle der Kantonsschule Baden austragen können, steht aufgrund der bevorstehenden Frühlingsferien noch nicht fest. Noch offen ist zudem, ob Graber nach drei Jahren auch in der kommenden Spielzeit die Männer von Kanti Baden coachen wird. «Ich besitze ein Angebot aus Italien», liess der 49-jährige verlauten.

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